Kulturschock

Die wunderbare Welt der Bücher

Ich lese grade… 27. Februar 2010

Filed under: Bücher,Ich lese grade — manulein @ 17:50
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… Die Bibel und ich von A.J. Jakobs. Der Nachfolger von Britannica und ich.

Die Bibel und ich: Von einem, der auszog, das Buch der Bücher wörtlich zu nehmen

 

Mirja Böes – Boese Tagebücher 26. Februar 2010

Filed under: Bücher,Rezension — manulein @ 21:55
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Vor kurzem habe ich mir mal wieder ein neues Buch gegönnt. Boese Tagebücher von Mirja Boes. Wirklich viel erwartet habe ich eigentlich nicht von dem Buch. Man kennt das ja ein Komedian wird dazu aufgefordert oder überlegt sich ein Buch zu schreiben und dann schmiert er da halt was pseudowitziges hin.

Boese Tagebücher hat mich positiv überrascht. Ganz offen schreibt Mirja das sie von ihrer Lektorin aufgefordert wurde ein Buch zu schreiben und nicht wirklich eine Ahnung hatte was sie denn da schreiben sollte. Also gings nach Hause zu Mutti. Dort angekommen blättert Mirja in ihren alten Tagebüchern rum. Was da drin steht ist unaussprechlich peinlich und kommt in Teilen jedem bekannt vor. So ziehen sich die Peinlichkeiten durch die Jahre. Experimente mit Selbstbräuner, Chinesische Katzen und gebrochene Handgelenke an Tiefkühlpizza.

In kaum zwei Tagen war das Buch verschlungen. Kurzweilig und sehr Erheiternd. Genau das richtige bei diesem grauen Wetter.

Meine Wertung 4 von 5 Sternen

Boese Tagebücher: Unaussprechlich peinlich

 

Taufe im Rheinland -Erfahrungsbericht 22. Februar 2010

Filed under: Allgemein — manulein @ 23:55
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Gestern war es also soweit. Die Taufe im Rheinland wurde zelebriert. Ich sag hier ganz absichtlich zelebriert denn es hatte schon etwas sehr sehr förmliches an sich.

Kaum drin in der Kirche reichte der Küster/Organist ein paar Heftchen, in dem der Ablauf der Taufe im groben (auf ca. 30 Seiten) und ein paar wunderschöne Lieder standen. Das erste Stutzen meinerseits. Ablauf der Taufe? Predigt? Lesung? SINGEN??????

Seid wann macht man denn sowas in der Taufe. Aber okay da musste ich durch.

Dannach gings zum Essen in ein „gut bürgerliches“ Restaurant. Also erstmal rein in einem Saal und von zwei Kellnern stilecht Sekt eingeschenkt bekommen. Der Sekt war sehr lecker, ich nippte aber wohl am langsamsten an meinem Glässchen rum.

Kurz dannach gings in den eigentlichen Raum in dem gegessen werden sollte. Es gab Obsttörtchen und Zitronenschnitten. Irgendwann kam die Kellnerin mit einem Tablett Kuchen rum, auf dem genau ein Stück Käsekuchen lag. Mein Lieblingskuchen. Klar das die Tante bei mir nicht anfing und der Käsekuchen weg war bis ich dran war. *grmpf*

Nach dem Kaffee, hieß es wieder raus aus dem Raum und ab in den Saal, noch etwas quatschen während die Kellner umdecken. Dann kam das Abendessen.

Es gab Frittatensuppen, in der keine Fritten schwammen sondern Brotstückchen. Ein halb rotes Stück Fleisch, Fritten (erstaunlicherweise nicht selbst aus den Kartoffeln geschnitzt), Röstis, Schwenkkartoffeln (komisch ist die anders als normale Kartoffeln?) Gemüsezeug und Soße Bernaise (oder so). Als Nachtisch gab es ein entfernt an Vanilleeis mit Nussen erinnerndes Viereck und Orangenquarksoufle. Den Nachtisch hab ich angestochert und an meinen Sitznachbarn weitergereicht. Das war nicht ganz meins.

Das Fleisch war sehr lecker, aber beim Gemüse hätte man ruhig auf das undefinierbare gelbe Zeug zugunsten von mehr Möhren und Erbsen verzichten können.

 

Taufe in Westfahlen/ im Rheinland 21. Februar 2010

Filed under: Allgemein — manulein @ 02:13
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Ich habe 3 jüngere Geschwister und alle drei wurden im Sommer getauft. Noch besonders lebhaft erinner ich mich an die Taufe meines Bruders. Es war so warm, das die Taufkerze auf den knapp 500 Metern zur Kirche eine erhebliche tendenz Richtung Aspalt zeigte. So sehr das die Kerze erstmal auf der Kirchenbank grade gerollt werden musste. Gut besonders grade ist sie nicht geworden, die Kerze zeigt immer noch eine gewisse Neigung *g*

Kommen wir zurück zu den Unterschieden. Erstmal das wichtigste, alles ist sehr subjektiv. Ich vergleiche hier nur mein Umfeld im Ruhrgebiet(Westfahlen) und das neue im Rheinland.

Das erste ist wohl das alle meine männlichen Familienmitglieder, vorne bei mein Vater die Anzüge eher mit Murren und auf Druck der Ehefrau anziehen, während die Familie meines Ehemannes in Spee es nicht wirklich erwarten kann sich in den Anzug zu werfen. Während also mein Vater meiner Mutter gefühlte 2000 Pullover unter die Nase hält, mit der Frage ob er nicht lieber das hier anziehen kann, wird hier über die Krawattenfarbe diskutiert.

Hauptgetränk Nummero Uno, neben Kaffee, ist Bier im Ruhrgebiet. Nicht irgendein Bier, nein meistens ist es Veltins. Ein lecker Pils also. Davon braucht man für 4-5 Man(n) zwei Kästen. 1 1/2 sind davon nachher leer, der Rest vom halben Kasten wird sich auch nicht lange halten. Wenn man mit der Familie zusammensitzt kann man sich schon mal einen auf die Lampe gießen. Dabei lässt es sich auch sehr gut in immer höher werden Lautstärke über Politik, Arbeit oder Ärzte auslassen. Regel Nummer eins dabei, das sind alles Verbrecher. Man kann eh niemanden mehr wählen/trauen.

Im Rheinland wird bei meinen Schwiegereltern in Spee hauptsächlich Wein konsumiert. Im Wein konsumieren bin ich nicht so geübt wie im Bier konsumieren. Aber eins hab ich mitbekommen, auf Familienfesten gibt es Wein und kein Bier/Kölsch.  Davon wird dann auch das ein oder andere Fläschchen geöffnet und geleert. Auch über Politik wird sich gerne unterhalten und auch das alles Verbrecher sind ist übereinstimmend. Aber es läuft doch alles sehr gesittet. Niemand schreit den anderen an mit den Worten, „Du bist total doof.“ oder „Schalt mal den Denkapparillo an“

Abends stellt sich der Kindsvater, im Ruhrgebiet, im Sommer an den Grill und wirft nen ordentliches Stück Fleisch drauf. Wenn man Glück hat ist irgendwo etwas, was an Salat erinnert. Oder sonstiges Gemüse. Man kann aber auch zugunsten von Bier locker drauf verzichten. Neben Bier gibts zusammengesuchtes Besteck zum essen, wenn nicht die Finger reichen.

Im Rheinland gibts nochmal was zu essen, von dem ich entweder nicht weiß was es ist, oder den Namen nicht aussprechen kann. Jedenfalls ist eins immer sicher. Häufig hab ich das noch nicht gegessen, wenn überhaupt schon mal. Es ist aufwändig zu kochen und es schmeckt auf jedenfall ein Weinchen dazu und das gute Silberbesteck.

Tja man hats nicht leicht als Ruhrgebietspflanze. Alles etwas förmlicher als zuhause, aber ich gewöhn mich schon noch dran. Zumindest bemüh ich mich 😉

 

Olympia 2010 19. Februar 2010

Filed under: Sport — manulein @ 20:50
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Olympische Spiele sind immer ein Grund sich mal wieder im TV Sport anzuschauen und dabei so zu tun als hätte man eine riesen Ahnung von dem was da grade läuft.
Meistens hat man das nicht, auch ich nicht. Sport mache ich höchstens an der Wii.
Aber ich habe eine Vorliebe für nicht so sehr beliebte Sportarten. Ich schau mir furchtbar gerne Eiskunstlaufen an. Ausser die Herren, die seh ich ncht so gern. Irgendwie sieht das eher nicht so ästetisch aus.
Ausserdem habe ich eine Vorliebe für, jetzt festhalten, rythmische Sportgymnastik. Aber dazu bei den nächsten Sommerspielen mehr.
Die Übertragung dieser sportlichen Großveranstaltung sehe ich mir bei Eurosport an. Sicher wo man schon GEZ zahlt könnte man sich das ganze auch locker auf ARD und ZDF anschauen, aber die Eurosport Kommentatoren könnten durchaus Rheinländer sein. Diese merkwürdige Art von Humor die sie zwischendurch mal einstreuen. Ich könnt mich jedesmal totlachen. Vorallem weil bei Eurosport, fast immer zwei Kommentatoren dahin zu setzten scheint. Die beiden können sich jederzeit mit dummzeug zusabbeln.

Eine der merkwürdigsten Sportarten bisher ist Biathlon. Da rennt man Kilometerweit mit Skiern durch den Wald und muss dann noch mit dem Gewehr ins kleine Schwarze treffen? Also ich wäre so fertig nach dem laufen das ich vermutlich alles und jeden abschießen würde aber nicht das kleine schwarze. Das lustigste an Biathlon ist, wenn man mich fragt die Trainer oder Betreuer die neben den Sportler herrennen und auf der jeweiligen Landssprache irgendwas dem Sportler zu brüllen. Ich frag mich ob davon schon mal jemand so gernevt war das er statt auf das kleine schwarze auf den Trainer gezielt hat.